Im Zeichen des weissen Pentagrammes

Die Ausbildung ...an allen Akademien der Rechten Hand werden die Studiosi durch Geweihte in Philosophie, Religion und zum Teil auch in Rechtskunde unterrichtet. Die Kirche der Hesinde kann ich hier nennen, wie auch die Kirche des Praios welche beide am häufigsten die Dozenten für diesen unentbehrlichen Teil des Unterrichts beisteuern. In selteren Fällen auch die Kirchen der Rondra, der Peraine oder der Tsa. Wie sollten wir den glaubhaft vor Reich und Kirche unsere Verantwortung wahrnehmen wenn wir durch diese nicht in unsere Pflichten gegenüber den Göttern und den übrigen Menschen eingewiesen wurden?

Adp. mai. Thisdan Glimmerdiek


Viele Adepten des Bundes werden in Akademien ausgebildet, jedoch längst nicht alle. Da die direkte Kontrolle über den Unterricht fehlt erhalten nur Meister, die sich verdient gemacht und ihre Loyalität mehrfach unter Beweis gestellt haben, eine Lehrerlaubnis. Es wundert daher nicht das viele der Lehrmeister aus den Rängen der Rohalswächter, den Anconiten und anderen kleineren zwölfgöttergefälligen Orden entstammen. Die Grossmeister, die das Geheimnis des magischen Siegelstocks kennen und führen dürfen, können getrost an einer Hand abgezählt werden, deshalb können die Scholare der anderen Lehrmeister sich an die nächste Akademie des Bundes wenden, um sich die Examinatio maior abnehmen zu lassen. Die Absolventen werden streng getestet und erhalten bei Bestehen ein spezielles Sigillum, dass sie als geprüfte Schüler grosser Meister in den Rängen des Bundes aufgenommen sind.

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Offenbarung der Gabe

Erste Anzeichen von magischem Potenzial mögen bereits in früher Kindheit auftreten. Diese mögen durch eine Serie von mysteriösen Zufällen wie zum Beispiel telekinetische und telepathische Effekte, spontane Entzündungen von Gegenständen und dergleichen mehr äussern. Die Aussicht auf einen magisch begabten Abkömmling ist meistens ein Grund zur Freude, bringt doch der Stand des Magiers oder der Maga Wohlstand für die Famile der Unterschicht, und für die hohen einen Sachverständigen vom eigenen Blute ein ewig heikles politisches Thema.

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Examinatio infantis

Die Familie bringt die Familie den arkanen Spross zur Prüfung zu einem privaten Lehrmeister oder an eine Akademie. Für viele der Kleinen und manche der Eltern der erste Ausflug in eine der grossen Städte. Mittels Katalogisierung der Vorfälle und dem Einsatz von Hellsichtscanti prüfen die Magister die kleinen Kandidaten und dürfen mitunter glückliche Stunden der beteiligten Familien miterleben sollte das Kind über das nötige Potenzial verfügen, gross die Enttäuschung sollte es sich lediglich um eine Verzauberung oder gar eine Besessenheit handeln. Bei einem erfolgreichen Testverlauf werden die Eltern von den Magistri über die Lebensumstände ausgefragt und über die zukünftige Erziehung. In vielen Fällen besonders bei schwach bemittelten Familien bietet die Akademie den Eltern eine klingende Entschädigung für die Verpflichtung den Sprössling in dieser Akademie oder zumindest einer anderen Akademie des Bundes ausbilden zu lassen und nicht ihn in einer der anderen Gilden oder Lehrmeister oder gar einer fremden magischen Tradition zu überlassen.

Wichtige erzieherische Details die den Eltern mit auf den Weg gegeben werden:

  • Den täglichen Umgang mit Metall vermeiden
  • Vorausbildung bei Schreiber oder Gelehrten
  • Fleisch- und Blutarme Kost
  • Erste Fingerübungen und Konzentrationsübungen,
  • Ermunterung zu Geschicklichkeitsspielen und Denkspielen
  • Körperliche Ertüchtigung


  • Sind diese Einzelheiten geregelt werden die Erzieher und die Prüflinge wieder in das Alltagsleben zurückgeschickt. Die restlichen Jahre bis zur Prüfung und dem Eintritt in die Akademie verbringen die zukünftigen Eleven zuhause bei den ihren.

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    Examinatio quadrivia

    Wenn das 10. oder 11. Lebensjahr naht, steht die nächste wegweisende Prüfung ins Haus. Abermals reisen der junge Prüfling und meist nahestehende Begleiter zu der Akademie wo die weiteren Tests vollzogen werden. Dieses mal sind die Testverläufe intensiver. Vorfälle werden ausgewertet, mittels Hellsicht wird die Ausbildung des Astralkörpers auf spezielle Merkmalsbegabungen und Affinitäten zu Elementen und anderen Spärenwesen hin getestet. Wenn die Magie nicht schon verkümmert ist und eine Eignung als Adept vorhanden ist, steht einer zukünftigen Laufbahn als Magier nur noch die vielen Jahre der Ausbildung im Wege. Unterscheiden sich die unterrichteten Zauber stark von den Eigenschaften des Kandidaten werden oft auch Empfehlungsschreiben für die Ausbildung an anderen Akademien oder Lehrmeister des Bundes ausgestellt. Die Vormundschaft und die Verantwortung gehen in die Hand der Gilde welche von nun an die Ausbildung und Erziehung des Sprösslings übernimmt. Mit dem nächsten Semesterbeginn zieht der Eleve in die Akademie.


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    Elevenzeit (3-4 Jahre)
    Klassenstufen Octava, Septa und Sexta

    Der Eleve bekommt einen älteren Mitschüler, für gewöhnlich einen Studiosus als Tutor zugeteilt, der ihn durch die Räumlichkeiten führt, in die Akademieordnung einweist, die Haushaltspflichten und die Rangordnung erläutert führt und beim Lernen hilft. Natürlich sind die Vorlieben und Verschrobenheiten des Lehrkörpers und des Akademiepersonals, die Burschenschaften und Hinweise auf zukünftigen Lektionen die gerne tradiertes Wissen. Bei Problemen ist der Tutor der erste Anlaufpunkt. Die Ausbildung der Eleven konzentriert sich vor allem auf profane Wissenszweige. Sprachen und Schriften, Götterkunde, Geschichte, Geographie, Alchimie, Al’Gebra, Pflanzenkunde und weiteres was eine gelehrte Dame und ein gelehrter Herr benötigen um der Anrede gerecht zu werden. Körperliche Ertüchtigung und Handwerk sind nicht selten Teil des Lehrplans. Neben dem Wälzen von Quartfolianten wird von den Eleven meist auch einen Beitrag an der Arbeit im Haushalt bei Küchen- ,Kopier- und Bibliotheksdienst oder als Handlanger eines Dozenten abverlangt. Erste Konzentrationsübungen bereiten den Weg für die Ausbildung als Magier. Die Anwendung magischer Kraft ist den Eleven untersagt, unwillkürliche Ausbrüche der Kraft werden jedoch meist ohne disziplinarische Konsequenzen in den Akten festgehalten. Nach gewöhnlich drei Jahren kündigt sich die nächste grosse Prüfung an.


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    Examinatio minor

    In der Examinatio minor wird das Wissen der Unterrichtsfächer nach den drei Elevenjahren geprüft. Die Prüfungen erstrecken sich über einen Zeitraum von sechs Wochen in denen auch Wiederholungsprüfungen stattfinden. Für Eleven die grobe disziplinarische Probleme verursachen, und solchen die, die Leistung nicht erbringen, trennt sich die Akademie. Jedoch wird den Eleven, die ihr Lernziel nicht durch mangelnden Eifer und Disziplin verfehlt haben, meist ermöglicht ein Jahr zu wiederholen. Für die Eleven ist dies die erste grosse Etappe in der Magierausbildung, sie werden zu Novizen erhoben.


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    Novizenzeit (3-4 Jahre)
    Klassenstufen Quinta, Quarta und Tertia

    Die erste Hürde überwunden, geht der Unterricht in den weiter, doch Themen wie Magietheorie und angewandte Magie fügen sich im Stundenplan ein und nehmen einen immer grösseren Platz ein. Die Novizen werden in die ersten Zauberübungen eingewiesen. Mithilfe von einfachen Novizenzaubern werden die Bündelung und die Kontrolle der Kraft eingeübt. Die erste erfolgreiche, kontrollierte Anwendung ist für die Novizen meist ein beglückendes und prägendes Ereignis. Die weitere Ausbildung in den Reihen des Bundes unterscheidet sich stark von Akademie zu Akademie. An allen Instituten der Rechten Hand begleitet jedoch solider Dienst an den Göttern in einer Form den Unterricht. Einige Akademien fördern körperliche und kämpferische Talente, Heilkunde an Leib und Seele oder Handwerk und Forschung als Disziplinen auf dem Lehrplan.


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    Studiosizeit ( 2-3 Jahre)
    Klassenstufen Secunda und Prima

    Beschäftigung mit der Theoretischen Magie, Vorlesungen, Experimente, Prüfungen, Prüfungsvorbereitungen, Ausbildung in der Spruchanwendung, Boten-, Tutoren-, Götterdienste, körperliche Ertüchtigungen, Hausarbeitspflichten, Lernen und Kopieren. Die zwei letzten Jahre der Magierausbildung sind mit Abstand die strengsten. Neben der Aneignung des Spruchkanons der alma mater sind zahlreiche Pflichten nachzukommen


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    Examinatio (maior)

    examinatio (3 Monate,) theorie (disputatio) praxis (demonstratio, max. 2 Wiederholungen der Einzelprüfungen) Laudatio der Spektabilität Überreichung von Vademecum, Stab und Siegel

    „Gehe hin in die Welt, um Wissen zu erlangen und Wissen zu mehren, die Kunst zu fördern und weise zu nutzen, wie es von alters her dein Recht und deine Pflicht ist Adeptus.“


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    Weiterbildung
    gewöhnlich zwei Semester

    Copyright Björn Hindermann 2004
    Stefan Sasse 2004